Kirche Zeilitzheim

Unsere Kirche

 


Die Kirche St. Sigismund in Zeilitzheim ist Mittelpunkt  unserer evangelischen Gemeinde.  Bereits 1328 wurde Zeilitzheim zur selbständigen Pfarrei erhoben. Sie bildet mit den umgebenden Gaden eine Kirchenburg.
 
 
 
 
 
Kirchenraum
Den Mittelpunkt des gotischen Chores mit Kreuzrippengewölbe, Mittelstein und Fresken bildet ein schlichter Altar. Ein lebensgroßes Kruzifix von Karl Hemmeter kam im Jahr 1942 in das Gotteshaus. Die Kanzel stammt aus dem 16. Jahrhundert. Der Taufstein wurde im Jahr 1747 geschaffen, gleichzeitig errichtete man das barocke Orgelgehäuse. Zwei Seiten des trapezförmigen Langhauses haben Emporen, die zusammen mit der Kassettendecke im 17. Jahrhundert eingebaut wurden
 
Die doppelflügelige gotische Eingangstür und die Türe zur Gruft mit Ihren schmiedeeisernen Ranken- und Blattwerk werden von Historikern ebenfalls als bedeutend eingestuft.    
 
 
Das kunsthistorisch bedeutendste Ausstattungsstück ist die bunt bemalte Holz-Kassettendecke.

Eine Flachdecke wurde bereits mit der Errichtung des Langhauses im 15. Jahrhundert eingezogen. Im 17. Jahrhundert erhielt die Kirche die heutige Holzdecke, allerdings waren die Bemalungen noch nicht vorhanden, die in den Jahren nach 1700 von einem unbekannten Künstler ausgeführt wurden.

Zentral erkennt man die Heiligste Dreifaltigkeit. Jesus mit dem Kreuz sitzt neben Gottvater, der einen blauen Reichsapfel in den Händen hält. Über beiden schwebt der Heilige Geist, der als Taube dargestellt ist. Auf den Kassetten um diese Szene sind die Jünger Jesu ohne Judas Iscarioth, an dessen Stelle der Apostel Paulus steht mit ihren Namen und ihren Symbolen dargestellt. Die übrigen Kassetten weisen barockes Rankenwerk auf.
Text:  Hilmar Spiegel

Evangelistenglocke

Eine Besonderheit im Kirchturm von Zeilitzheim ist die Evangelistenglocke. Die kleinste  unserer 4 Glocken ist den vier Evangelisten geweiht. Sie stammt aus dem Jahre 1319 und ist eine der ältesten Glocken der Umgebung.

Sie diente früher auch als “Rathaus- oder Gemeindeglocke” und hängt hier seit dem 01.06.1824 im Kirchturm. Die Bezeichnung im Ort war auch “Das Läutkornglöcklein”. Bei Erklingen der Glocke (1 x pro Jahr) mußte bis 1969 jeweils eine Familie im Wechsel für den “weltlichen” Läutdienst des Messners über das Jahr  16 Pfund Getreide als Läutkorn abgeben.

Vorher befand sie sich auf dem 1704 erbauten Gemeindeturm als Eingangsbefestigung der Kirchenburg, welcher 1824  abgerissen wurde.

Sie ruht das ganze Jahr und wird einmal im Jahr, an Silvester um 14:00 Uhr per Hand geläutet.

Unsere  Kirche

In ihr haben wir viele Stunden schon gesessen…
haben Stärkung, Trost und Zuversicht erhalten,
Gemeinschaft erlebt in Brot und Wein.
Haben so manche Predigt verdöst,
sind  als Kinder unruhig auf der Bank herumgerutscht,
als Konfirmanten stolz und unsicher gesegnet worden,
haben dort geheiratet,
haben unsere Kinder dort taufen lassen..
und auch diese dort wieder unruhig auf den Bänken
herumrutschen sehen.
Irgendwann wird dort vielleicht auch unser
Beerdigungsgottesdienst sein.

Wenn sich der Kreis wieder schließt:

Es ist unser Gotteshaus.

Text:  Peter Dietrich